Gesundheitsnetz Rheingau e.v

FSME

von Dr. Matthias Marks

Auch in diesem Frühjahr beginnt wieder die alljährliche Zeckensaison in Deutschland. Vor allem im Unterholz von Wäldern, aber auch auf Wiesen und in Gärten findet sich der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), der durch seinen Biss Infektionskrankheiten wie die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen kann. Während sich die Borreliose gut behandeln lässt, gibt es für die lebensbedrohliche FSME keine ursächliche Therapie.

Die Erkrankung kommt vor allem in Österreich, in Tschechien, in der Slowakei, im Baltikum, in Russland und in Skandinavien vor. In Deutschland sind vor allem die südlichen Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, aber auch Südhessen) betroffen, es gibt auch immer wieder Fälle in unserer Gegend. Man geht davon aus, dass hierzulande zwischen 1 und 5 % der Zecken infiziert sind und den Erreger übertragen können. So kommt es in Deutschland jährlich zu 200-400 Erkrankungen. In den östlichen Ländern sind die Infektionsraten deutlich höher.
Etwa 1-2 Wochen nach dem Biss kommt es zunächst zu grippeähnlichen Symptomen, später kommen oft Übelkeit, Schwindel und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma dazu. Die Behandlung muss dann auf einer Intensivstation erfolgen. Trotz intensiver Behandlung kommt es auch immer wieder zu Todesfällen.

Da es keine spezifische Behandlung gibt, ist die Impfung gegen den Erreger der einzige wirksame Schutz gegen die Erkrankung. In Deutschland stehen zwei gut verträgliche und wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Für den vollständigen Impfschutz benötigt man 3 Impfungen und – je nach Alter – Auffrischungen im Abstand von 3-5 Jahren. Impfschutz besteht bereits etwa 2 Wochen nach der zweiten Impfung.
Geimpft werden sollten Erwachsene und Kinder (ab 1 Jahr), die sich in Risikogebieten in der Natur aufhalten. Die Impfung wird von den Krankenkassen vollständig übernommen.

Zecken sicher entfernen
Nach einem Zeckenbiss sollten alle Teile der Zecke möglichst rasch entfernt werden. Dazu sollte eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange verwendet werden.
Auf keinen Fall darf man Öl oder Klebstoff auf die Zecke träufeln, da  dies zu einer vermehrten Speichelabgabe der Zecke und somit zu einem höheren Infektionsrisiko führen würde.


Dr. Matthias Marks

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